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Vorsichtsprinzip

Das Vorsichtsprinzip gehört zu den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung. Als Prinzip kaufmännischer Vorsicht ist es allgemeiner Bilanzierungsgrundsatz des Handelsrechts.

Es sieht den vorsichtigen Umgang mit den aus unternehmerischen Tätigkeiten entstehenden Risiken vor und findet vor allem bei der Bewertung von Vermögens- und Schuldwerten in der Bilanz Anwendung.

Der Bilanzierende soll nur solche Vermögensgegenstände aktivieren, die einen realen Wert haben. Bei der Bilanzierung werden als Ausprägungen des Vorsichtsprinzips ausdrücklich das Realisationsprinzip und das Imparitätsprinzip genannt. Nach dem Realisationsprinzip sind Gewinne erst bei Realisation durch Verkauf zu berücksichtigen. Nach dem Imparitätsprinzip sind vorhersehbare Verluste und Risiken durch Bildung von Rückstellungen bereits vor ihrer Realisation zu berücksichtigen.

Die Berücksichtigung individueller Grade der Vorsicht ist handelsrechtlich möglich durch die Einräumung von Wahlrechten (z.B. Aktivierungswahlrecht oder Passivierungswahlrecht).

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